Das Leben ist der größte Guru.
- Sufi Meisterin Irina Tweedie

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Meine Reise zur Stimme:

Schon als kleines Mädchen war ich sehr sensitiv und irgendwie anders. Meine Mutter meinte auch oft, dass ich von einem anderen Stern komme. In meinem Kinderzimmer liebte ich es, stundenlang Szenen zu spielen und mir vorzustellen, auf Bühnen zu stehen. Auch hatte ich immer ein Lied auf meinen Lippen. Und als man mich in der Volksschule fragte, was ich einmal werden will, sagte ich sofort: Lehrerin. 

An einem Tag war es dann soweit, und ich überwand meine Ängste: Ich entschied mich, die Vokalakademie für SängerInnen zu besuchen. Zum Glück traf ich dort auf einen Lehrer, der mit mir nicht nur reine Stimmtechniken machte, sondern oft einfach mein Herz sprechen ließ. Mein Herz begann sich wieder zu öffnen.

Es begann eine intensive Zeit der Ausbildungen: Ich studierte Sprechen, Gesang, Schauspiel und Tanz bei diversen Coaches und machte unter anderem die Ausbildung zur Integrativen Stimmtrainerin. Dort kam ich zum ersten Mal mit der Heilkraft des Atems und der Stimme und Energiearbeit in Berührung und konnte sofort eine wohltuende und befreiende Veränderung in mir spüren. Eine tolle Zeit erlebte ich auch in New York, wo ich die Ausbildung zum Transformationscoach machte und Schauspielunterricht nahm. Parallel dazu sammelte ich Erfahrungen als Sängerin, Sprecherin und spirituelle Begleiterin und erhielt immer wieder die Rückmeldung von meinen KlientInnen, dass sie unmittelbar energetische Transformation in unserer gemeinsamen Arbeit erlebten.

Und je Intensiver ich mich mit meiner inneren und äußeren Stimme beschäftigte, desto mehr ging ich durch einen klärenden Prozess. Wie Phönix streifte ich Schweres ab und begann wieder von innen heraus zu strahlen. Ich begann mich zu erinnern, wer ich bin. Mich zu zeigen, wurde ein schönes Erlebnis. Meine Medialität wuchs. Mein Singen und mein Sprechen wurde kraftvoller und beseelter. Darüber hinaus wurde mir zunehmend bewusst: Ich wollte in erster Linie nicht singen lernen, um Sängerin zu werden (obwohl ich natürlich eine passionierte Sängerin bin). Doch war mein Motor ein anderer: Ich wollte singen lernen, um meine Stimme zu befreien und mich auszudrücken, wie es mir voll und ganz entspricht.

Intuitiv konnte ich damals fühlen, dass mich die Arbeit mit meiner Stimme zu mir selbst führen würde.

Dabei erinnere ich mich sehr gut an einen Moment, wo ich als junges Mädchen ganz verzweifelt auf einer Parkbank in Wien saß. Wie so oft fühlte ich mich sehr einsam und orientierungslos, und ich fragte mich, warum ich hier bin. In diesem Augenblick fand mich die Antwort über ein inneres Wissen: Ein Leben lang würde ich mich der Entfaltung meiner Stimme widmen. Komme was wolle. Hoch und heilig gab ich mir dieses Versprechen. Und wenn ich zurück blicke, war das die beste Entscheidung meines Lebens.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es sich lohnt, sich mit der eigenen Stimme ganzheitlich zu beschäftigen. Sie ist ein phantastisches Instrument.